Pflegefinanzierung: Beiträge der öffentlichen Hand

  • Wie beteiligen sich Kanton und Gemeinde an den Pflegekosten?

    Der Kanton beteiligt sich ab 1.1.2012 aufgrund der Einführung des Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes (SPFG) nicht mehr an der Finanzierung der ambulanten Pflege (Spitex/Heime). Die Gesundheitsdirektion legt nur noch die Normdefizite im pflegerischen Bereich fest. Ab 1.1.2020 gelten folgende Normdefizite inkl. MiGeL vor Abzug der Patientenbeiträge für Spitexorganisationen mit Leistungsauftrag der öffentlichen Hand:

    Fr. 82.15 pro Leistungsstunde für Abklärung/Beratung
    Fr. 89.40 pro Leistungsstunde für Behandlungspflege
    Fr. 79.95 pro Leistungsstunde für Grundpflege

  • Werden auch Beiträge für hauswirtschaftliche und betreuerische Leistungen bezahlt?

    Nein. Der bisherige § 18 Pflegegesetz wurde ersatzlos gestrichen. Der Kanton leistet somit ab 2012 für die nichtpflegerischen Spitex-Leistungen keine Beiträge mehr. Daher werden durch die Gesundheitsdirektion für diese Leistungen auch keine Normbeiträge mehr berechnet. Gemäss § 13 Pflegegesetz dürfen die ambulanten Leistungserbringer den KlientInnen insgesamt höchstens die Hälfte des anrechenbaren Aufwands ihrer Organisation für nichtpflegerische Spitex-Leistungen verrechnen.

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