Strukturen

Rechtsform
Von den 77 gemeinnützigen Spitex-Organisationen im Kanton Zürich sind 57 privat-rechtliche Organisationen, in der Regel als Verein organisiert. Einige wenige sind als Stiftung eingetragen. Die restlichen 20 sind öffentlich-rechtliche, meist gemeindeeigene Betriebe.

Daneben gibt es eine wachsende Anzahl von privaten, kommerziell orientierten Spitex-Unternehmen.


Gesetzliche Grundlagen
Gemäss § 5 des Pflegegesetzes des Kantons Zürich ist die Spitex Sache der Gemeinden. Der Kanton leistete bis Ende 2011 Beiträge an die spitalexterne Hilfe und Pflege. Durch die Einführung des Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes per 1.1.2012 entfallen die Beiträge des Kantons. Die Restfinanzierung ist Sache der Gemeinden.


Verteilung
Es gibt in fast jeder Gemeinde eine Spitex. Die Hilfe und Pflege zu Hause wird sehr dezentral, vor Ort angeboten und ist für alle Einwohner/innen zugänglich.


Ehrenamt und Professionalität
Die Spitex bildet eine Schnittstelle von ehrenamtlicher und professioneller Arbeit. Die Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, das Spitex-Personal ist zu markt- und ortsüblichen Bedingungen angestellt.


Betriebliche Merkmale
Spitex-Organisationen sind personalintensive Betriebe. Die Qualität der Hilfe und Pflege zu Hause hängt in grossem Masse von der fachlichen und sozialen Kompetenz der Spitex-Mitarbeitenden ab.

Gelernte Hauspfleger/-innen, Haushelfer/innen und diplomiertes Krankenpflegepersonal sichern die pflegerische und hauswirtschaftliche Betreuung. Unterstützt werden sie von kaufmännischem Personal und von freiwilligen Helfern/-innen (siehe auch Spitex Jobs, Qualifikationen).

Die Aufwände der Zürcher Spitex-Organisationen verteilen sich im Durchschnitt wie folgt:
- 87 % der Aufwände entfallen auf die Personalkosten
- 13 % der Aufwände dienen zur Deckung der Sachkosten (vor allem Miete, Transport)

Die Spitex-Betriebe sind in der Regel eher klein. Im kantonalen Durchschnitt verfügt ein Betrieb über knapp 14.4 Vollzeitstellen, die auf durchschnittlich 35 Angestellte, mehrheitlich Frauen, verteilt sind. Teilzeitarbeit ist in der Spitex weit verbreitet.


Finanzierung
Die gemeinnützige Spitex finanziert sich mit Erträgen aus den Dienstleistungen, Beiträgen von Gemeinden sowie Spenden und Mitgliederbeiträgen.

Erträge aus Dienstleistungen
(Zahlungen von Klientinnen und Klienten)
Fr. 138,0 Mio 51,7%
Beitrag des Kantons -- --
Beiträge der Gemeinden Fr. 120,6 Mio 45,2%
Mitgliederbeiträge, Spenden, andere Einnahmen Fr. 8,5 Mio 3,1%
Total Fr. 267,1 Mio 100,0%

Quelle: Spitex Verband Kanton Zürich, Spitex-Statistik 2016