Der Bundesrat will die Anstellung pflegender Angehöriger stärker regulieren. Damit sollen Fehlanreize beseitigt, die Pflegequalität gesichert und das Kostenwachstum zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) eingedämmt werden.
Pflegende Angehörige leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung und ermöglichen vielen Menschen, in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben. Gleichzeitig braucht es verbindliche Regeln, um eine qualitativ gute und wirtschaftliche Angehörigenpflege sicherzustellen.
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) wird dem Bundesrat im Frühling 2027 eine Vernehmlassungsvorlage unterbreiten. Im Zentrum stehen die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Leistungen, mehr Transparenz sowie klare Voraussetzungen für die Vergütung der Grundpflege durch Angehörige.
Klare Rahmenbedingungen sind entscheidend
Der Spitex Verband Kanton Zürich begrüsst die geplante Regulierung und setzt sich für klare Rahmenbedingungen ein. Dazu gehören eine verlässliche Qualitätssicherung, faire Anstellungsbedingungen und eine sachgerechte Finanzierung. Die Angehörigenpflege soll den Menschen dienen und nicht zum Geschäftsmodell für Gewinnmaximierung werden.
Gemeinsam mit leistungsbeauftragten Spitex-Organisationen im Kanton Zürich hat der Verband ein eigenes, nicht-gewinnorientiertes Anstellungsmodell entwickelt. Es verbindet eine faire Anstellung und Entlöhnung mit fachlicher Begleitung durch die Spitex. Die Organisationen unterstützen dabei sowohl die pflegenden Angehörigen als auch die zu pflegenden Personen.
Weitere Informationen:
Pflegende Angehörige bei der Spitex in Zürich