Gleichzeitig zeichnet sich mit dem vom Bundesrat vorgestellten Gesundheitsdossier (E-GD) eine neue, national bereitgestellte Lösung ab. Vor diesem Hintergrund legt die Post den Fokus auf das zukünftige E-GD und prüft, wie sie ihre Kompetenzen einbringen kann. Die heutige Plattform für das EPD betreibt sie noch bis Ende 2026.
Der Bundesrat hat im November 2025 bekannt gegeben, dass er die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit einem neuen Gesetzesentwurf zum elektronischen Gesundheitsdossier (E-GD) neu ausrichten will. In Zukunft sollen alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz automatisch ein E-GD erhalten und alle Gesundheitsdienstleister zur Nutzung verpflichtet werden. Mit dem zukünftigen E-GD wird das heutige elektronische Patientendossier
abgelöst. Aktuell findet die parlamentarische Debatte über den Gesetzesentwurf statt. Die Post ist überzeugt, dass eine Neuausrichtung sinnvoll ist, damit die elektronische Gesundheits- datenlösung breit akzeptiert und genutzt wird.
Marktumfeld hat sich verändert
Die Post Sanela Health AG bietet die EPD-Plattform der Post für Gesundheitsdienstleister und Spitäler sowie für Privatpersonen an. Die Sanela stellt fest, dass die Nachfrage nach dem EPD zurückgeht. Partner und potentielle Kunden wie beispielsweise Spitäler oder Arztpraxen zeigen sich zurückhaltend, was die Weiterführung und Neueinführung des EPD betrifft und immer weniger Privatpersonen eröffnen neue Dossiers. Die Aktionäre der Sanela Health AG haben deshalb entschieden, die Stammgemein-schaft Sanela per Ende 2026 aufzulösen. Angesichts
des veränderten Marktumfeldes hat auch die Post entschieden, den Fokus auf das zukünftige E-GD zu legen und ihre EPD-Plattform noch bis Ende 2026 zu betreiben.
Fokus auf zukünftige Lösung
Die Post will auch künftig zur Digitalisierung des Gesundheitswesens in der Schweiz beitragen. Mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich des digitalisierten Gesundheitswesens ist sie überzeugt, als verlässliche Partnerin einen Beitrag zum E-GD leisten zu können. Sie verfolgt die parlamentarische Debatte daher mit Interesse
und prüft, wie sie ihre Kompetenzen einbringen kann. Nicole Burth, Leiterin Digital Services und Mitglied der Konzernleitung, sagt: «Eine nationale Gesundheitsdatenlösung gehört zu einer fortschrittlichen Schweiz. Wir verfügen über die notwendigen Kompetenzen und langjährige Erfahrung, um der Schweiz mit der E-GD-Plattform einen Mehrwert zu bieten. Es ist zentral, dass nun die gesetzlichen und regulatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, um dem Thema den nötigen Schub zu geben.»
Mit der strategischen Neuausrichtung der Gesundheitslösung beabsichtigt die Post, den digitalen Service public für das Gesundheitswesen organisatorisch neu aufzustellen, was zu einem Abbau von rund 37 Vollzeitäquivalenten (FTE) bei der Post und Sanela führen könnte. Die Post und Sanela setzen alles daran, diesen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.
Übergangslösungen sicherstellen
Die aktuelle EPD-Plattform der Post können die Kundinnen und Kunden bis Ende 2026 unverändert nutzen. Die rund 70’000 privaten Nutzerinnen und Nutzer des Sanela-EPD haben die Möglichkeit, ihre Daten aus dem heutigen elektronischen Patientendossier zu beziehen und in ihren Gesundheitsordner in der Post-App zu migrieren. Darin können sie von Gesundheitsdienstleistern Informationen und Dokumente via bekannte sichere E-Mail-
Dienste wie IncaMail oder HIN empfangen und so geschützt mit medizinischen Fachpersonen kommunizieren. Die Sanela wird die EPD-Nutzerinnen und Nutzer in Bezug auf die Migration der Daten im EPD im Herbst kontaktieren und zudem ins Gespräch mit den Gesundheitsdienstleistern treten, welche die EPD-Plattform in ihre
Systeme integriert haben.
Auskunft: Medienstelle Post, 058 341 00 00, media@post.ch