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Anerkennung ausländischer Diplome

Im Ausland erworbene Diplome können in der Schweiz anerkannt und mit vergleichbaren Diplomen des schweizerischen Bildungssystems gleichgesetzt werden um im Pflegebereich zu arbeiten.

Tertiäre Abschlüsse Pflege

Die Anerkennung ausländischer Diplome auf der Stufe dipl. Pflegefachperson FH/HF findet durch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) statt. Hierbei handelt es sich um Abschlüsse einer Höheren Fachschule oder einer Hochschule.

Dies erfolgt:

  • für EU-/EFTA-Länder im EU-harmonisierten Verfahren gemäss der EU-Richtlinie 2005/36/EG für Abschlüsse gemäss des "Ausbildungsprogramms für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind"
  • oder für andere Länder und andere Abschlüsse im ordentlichen Verfahren.

Weicht der Berufsabschluss im ordentlichen Verfahren wesentlich von den schweizerischen Abschlüssen ab, so können Ausgleichsmassnahmen (Anpassungslehrgang, Zusatzausbildung, Eignungsprüfung) notwendig sein.

Die Anerkennung erfordert gute Sprachkenntnisse in einer Amtssprache der Schweiz, d.h. die Ausbildung in einer Amtssprache der Schweiz oder ein anerkanntes Sprachdiplom auf Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens oder höher, z.B. Goethe-Zertifikat B2, telc Deutsch B2, TestDaF Niveaustufen 3–5 B2, ÖSD Zertifikat B2 (ZB2).

Detailliertere Informationen zum Verfahren sowie zur Registrierung des Abschlusses gibt es beim Schweizerischen Roten Kreuz.

Sekundäre Abschlüsse Pflege

Eine Anerkennung eines ausländischen Abschlusses vergleichbar mit der dreijährigen Berufslehre Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ (FaGe) erfolgt ebenfalls über das Schweizerische Roten Kreuz.

Zudem besteht für berufserfahrene Menschen mit Wissen und Können im Pflegebereich und guten Deutschkenntnissen (min. Niveau B1) die Möglichkeit einer Validierung als Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ (FaGe) als Beruf auf sekundärer Ausbildungsstufe. Im Kanton Zürich ist dies über das Berufsinformationszentrum (biz) Oerlikon möglich.

Weitere Abschlüsse

Weitere Berufe ausserhalb der allgemeinen Pflege, die nicht reglementiert sind, können beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation anerkannt werden. Beispielsweise eine Anerkennung eines ausländischen Abschlusses vergleichbar mit der zweijährigen Ausbildung auf Sekundarstufe Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA (AGS).

Für Personen mit vergleichbarem ausländischem Nachweis von min. 120 Stunden theoretischer Ausbildung, mit abgebrochener Pflegeausbildung oder langjähriger Pflegeerfahrung ist auch ein Gleichwertigkeitsverfahren Pflegehelfende SRK möglich beim Roten Kreuz.

Der altrechtliche deutsche Abschluss Altenpfleger/-in mit dreijähriger Ausbildung kann als Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ (FaBe) Fachrichtung Betagtenbetreuung anerkannt werden, die Pflegekompetenzen sind jedoch auf die Grundpflege beschränkt. Für einer Anerkennung als ein Beruf der Allgemeinpflege (s. obige Abschnitte) beim Schweizerischen Roten Kreuz würden entsprechende Ausgleichsmassnahmen notwendig. Durch eine Weiterbildung in Behandlungspflege nach den Vorgaben «Kompetenznachweis medizinaltechnische Verrichtungen» wäre ein Einsatz in der Spitex wie als Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ (FaGe) möglich, zudem besteht durch diese Weiterbildung die Möglichkeit einer Berüfsprüfung als Fachfrau / Fachmann Langzeitpflege und Betreuung auf Tertiärstufe I.

Die Verfahren sind kostenpflichtig.

Informationen zu den schweizerischen Abschlüssen finden Sie unter Grundausbildung und Studium.

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